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Matthias Eckardt

Mein Jahr nach WhatsApp

Mein Jahr nach WhatsApp

23.02.2015     me

Vor genau einem Jahr hat Facebook den Kurznachrichtendienst WhatsApp übernommen. Ich habe daraufhin Ende Februar 2014 mein Konto und die App gelöscht. Meine Erreichbarkeit hat sich dadurch nicht verschlechtert, denn meine Mobilnummer ist weiterhin die gleiche. Ich bin dadurch auch nicht in die soziale Isolation abgeglitten. Wer mir etwas mündlich oder schriftlich mitteilen möchte, kann dies auch weiterhin tun.

Mittlerweile gibt es über 700 Millionen WhatsApp-Nutzer weltweit. Weiterführender Link: [Statistik Januar 2015]. Angesichts des weiteren Wachstums bei WhatsApp im letzten Jahr, ist meine Abmeldung, mein stiller Protest wohl ziemlich verpufft. Ich werde auch so mein monatliches SMS-Kontingent nie überschreiten, denn wenn ich kommuniziere, dann tue ich das über Apples Nachrichten. Und Text-, Bild- und Audionachrichten sind von Apple-Nutzer zu Apple-Nutzer bekanntlich auch gratis, wenn man es in den Einstellungen zulässt und sein iTunes-/iCloud-Konto verknüpft. Und da das Programm unter OS X die gleiche Funktionalität bietet, stellen Nachrichten vom Mobilgerät an einen Mac oder umgekehrt kein Problem dar. Weitere Info: [Apple iOS 8 Nachrichten].

Kommunikation mit iPad und iPhone

Was mir nicht gefiel, das war die gewaltige Kaufsumme von 19 Milliarden US$, die Mark Zuckerberg in einen kostenlosen Dienst investiert hat. Doch dies war nur das Gebot. Der endgültige Kaufpreis lag bei [22 Milliarden US$]. Er wird dies nicht aus Wohltätigkeit getan haben, sondern mit den Hintergedanken, wie man aus der Investition mittel- und langfristig Gewinn schlagen kann.

Was mir als Anwender missfiel, war die Möglichkeit festzustellen, wann eine Person zuletzt mit WhatsApp online war, indem man den Nachrichtenverlauf mit dieser Person geöffnet hat. Diese Option war zu meiner Zeit als Anwender im Standard an und musste explizit ausgeschaltet werden. Zuletzt hieß es, WhatsApp möchte bald in die kostenlose IP-Telefonie einsteigen. Erste Testnutzer gibt es gerüchteweise schon. Unsere persönliche Daten müssen weitaus mehr wert sein, als diese „paar“ Milliarden. Zumindest ist es das, was sich Facebook von der Übernahme erhofft. Der Hunger und die Gier danach sind noch nicht gestillt. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass noch mehr Lemminge diese Form der Ausbeutung auch in Zukunft unterstützen.

Quellen:

Anwenderstatistik Januar 2015

Apple iOS – Nachrichten-App

Preis: 22 Milliarden US$